Marc Ferdinand Körner Photographie
Hochzeitsgesellschaft im Freien

„Bitte legen Sie sich nicht auf den Altar!“

Marc Ferdinand Körner Photographie

„Bitte legen Sie sich nicht auf den Altar!“

Scrollen

Tipps für Brautpaare

Die besten Tippsfür eure Hochzeit

In 17 Jahren Hochzeitsphotographie kommt ein ganzes Kuriosum zusammen. Hier gibt es eine kleine Best-of-Zusammenfassung – damit manche Dinge an eurer Hochzeit besser laufen.

Plant den Photographen in euren Tagesablauf mit ein!

Das Brautpaarshooting ist das Wichtigste für euch an der Hochzeit? Ihr habt acht Stunden Zeit, um richtig entspannt mit dem Photographen an zwölf Traumlocations zu shooten? Das ist die Idealvorstellung eines jeden Photographen – aber sicherlich (sehr selten) euer idealer Hochzeitstag.

Euer Tagesablauf an eurer Hochzeit ist immer alles andere als leer. Ihr solltet euch bei der Planung aber zumindest fünf Minuten Zeit nehmen, um den Photographen mit einzuplanen.

Habt ihr ein Brautpaarshooting am selben Tag wie die Hochzeit gebucht? Meine Empfehlung hierbei ist immer: Plant genug Zeit ein – genau so viel, wie euch die Bilder wichtig sind.

Ich sage immer: Die Photos des Brautpaarshootings sind die Bilder für die Galerie. Diese Bilder hängen zu 99 % später an eurer Wand oder der Wand eurer Eltern und Großeltern. Damit die Bilder so werden, dass sie an die Wand gehängt werden können, gibt es eine kleine Faustregel: Plant mindestens 90 Minuten fest am Tag ein – und zwar All-in, inklusive An- und Abfahrt.

  • Sucht euch Locations zum Brautpaarshooting, die relativ nah an eurer Hochzeitslocation liegen. Jede Fahrzeit geht von der Netto-Shootingzeit ab.
  • Sucht euch Locations, die euch als Brautpaar verbinden. Der Ort, an dem ihr euch kennengelernt habt? Der Ort des Hochzeitsantrags? Wenn ihr an bekannte Orte mit Erinnerungen zurückkommt, kommt ihr schnell wieder in den verträumten Modus – und das führt garantiert zu besseren Bildern.

Sobald ihr einen Ablaufplan eures Tages habt, lasst ihn dem Photographen zukommen (ein guter Photograph fragt aber auch rechtzeitig nochmal nach). Nur mit Ablaufplan kann er sich vorbereiten und genau da sein, wo die Luftballons steigen gelassen, die Hochzeitstorte angeschnitten oder der Hochzeitstanz eröffnet wird. Oftmals muss sich der Photograph auf die Location erst einstellen und eventuell Blitztechnik aufbauen, um die perfekten Bilder einfangen zu können.

Profi-Tipp: Ihr könnt an dem Tag unmöglich an alles denken – eventuell gibt es auch Überraschungen, von denen ihr selbst nichts wisst. Gebt dem Photographen die Kontaktdaten eurer Trauzeugen. Der setzt sich dann mit ihnen in Verbindung und checkt alle Details ab. So ist alles photographisch abgedeckt.

Kaum zu glauben – aber es stimmt!

Ja – wir Photographen, DJs und Bands sind als Dienstleister an eurer Hochzeit am Arbeiten und offiziell natürlich keine Gäste. Dennoch ist der Photograph ein Mensch, der Bedürfnisse hat. Somit gehört es dazu, dass jeder gebuchte Dienstleister, der zwölf Stunden für euch da ist, Zugang zu genügend Essen und Trinken bekommt – und einen Sitzplatz, an dem er das Essen auch human zu sich nehmen kann.

Ihr wisst nicht, auf wie vielen Hochzeiten ich schon war, bei denen ich weder im Essen einkalkuliert war noch einen Sitzplatz hatte. Da werfe ich dem Brautpaar nicht einmal böse Absicht vor – es ist einfach ein Punkt, der in der Planung oft vergessen wird. Oftmals stelle ich mir die Planung der Brautpaare so vor: Photograph hat Zeit, ist am Hochzeitstermin gebucht? Perfekt – Task abgeschlossen.

Profi-Tipp: Bitte plant ein Essen und einen Sitzplatz für den Photographen und alle anderen Dienstleister (DJ, Band) mit ein.

Von Pfarrern und der verrückten Tante

Meistens kennt ihr den Photographen von einem Vorgespräch, idealerweise von Erfahrungsberichten anderer Hochzeitspaare. Dadurch kennt der Photograph euch aber noch nicht blind. Helft ihm dabei, euch besser kennenzulernen. Die einfachste Methode dafür ist das Einschluss- und Ausschlussverfahren:

  • Sucht Bilder heraus, die euch gefallen und die ihr euch vorstellen könnt oder auf jeden Fall so photographiert haben wollt.
  • Sucht Bilder heraus, die ihr auf keinen Fall photographiert haben wollt – wo euch die Ausführung, die Pose oder sonst etwas absolut nicht gefällt.

Aus diesen beiden Listen (meistens reicht schon eine davon) kann sich der Photograph ein recht gutes Bild machen, wie ihr tickt und welche Photos ihr wollt – und welche eben nicht.

Ihr heiratet in einer Kirche? Ich habe leider schon oft miterlebt, dass viele Pfarrer auf meine Kollegen nicht besonders gut zu sprechen sind und meist strikte Auflagen für Photographen haben. Bei einem Brautpaar durfte ich zum Beispiel überhaupt nicht den Kirchenraum betreten und nur von der Eingangstüre aus photographieren. Die kurioseste Aussage, die ich von einem Pfarrer bekommen habe, war wohl, dass ich mich bitte nicht auf den Altar legen solle. Photographenkollegen – was habt ihr nur getan?

Bitte klärt mit dem Pfarrer frühzeitig ab, was der Photograph darf und was nicht. Versichert euch beim Photographen, dass dieser keine Show in der Kirche abzieht. Man kann auch super Photographien aus der Kirche bekommen, ohne sich auf den Altar zu legen.

Definiert klare photographische Tabus:

  • Will die Braut in Unterwäsche photographiert werden beim Fertigmachen?
  • Will der Bräutigam beim Zigarrerauchen oder Schnapstrinken morgens um 09:30 Uhr photographiert werden?
  • Gibt es Patchwork-Familienpaare, die nicht gut aufeinander zu sprechen sind?
  • Gibt es frisch getrennte Freunde, die aber trotzdem beide auf die Hochzeit kommen?
  • Gibt es Körperteile, die ihr nicht besonders gerne photographiert haben wollt?

In Summe gilt: Kommuniziert mit eurem Photographen – für den perfekten Ablauf an eurer Hochzeit.

Alles eine Frage des Look & Feels

Jeder Photograph besitzt seinen eigenen Stil – sei es sein stilvolles Auftreten (oder die Abstinenz desselben), sein Outfit oder seine Sprache. Der Photograph muss vom Typ her zu euch passen.

Das Schlimmste für einen Photographen ist es, over- oder underdressed zu sein. Der Photograph kann nur dann „Ninja-unsichtbar“ sein, wenn er mit den Gästen optisch verschwimmt. Die Gäste nehmen ihn dann nach einer gewissen Zeit als normalen Gast wahr und weniger als störenden Teil des Tages. Erzählt dem Photographen, ob es einen bestimmten Style oder Dresscode an eurem Hochzeitstag gibt. Ich passe mich immer dem Brautpaar an.

Aber auch der Bilderstil ist einmalig und der Handschrift gleichzusetzen. Ab und an bekomme ich Fragen wie: „Deine Bilder gefallen uns super – aber kannst du auch Bilder wie Photograph X, Y, Z machen?“, „Kannst du den Bildern mehr Sättigung geben?“ oder „Kannst du die Bilder weniger stark bearbeiten?“ Diese Anfragen muss ich leider immer höflichst ablehnen. Der Stil ist ein großes Alleinstellungsmerkmal eines Photographen und die Bilder müssen immer seinem Qualitätsanspruch entsprechen. Ich versuche das Brautpaar ja auch genau so photographisch festzuhalten, wie es ist – ohne es zu verbiegen.

Dir sollte der Stil gefallen – und zwar genau so, wie er ist. Im Idealfall erkennt man von Weitem bereits eine Marc Ferdinand Körner Photographie.

Profi-Tipp: Sucht euch einen Photographen, der vom Auftreten und vom Bildstil zu euch und euren Ansprüchen passt.

Hochzeit anfragen